Unternehmen mehrerer Branchen betreiben ihr Geschäft über ausgedehnte Filialnetze (Finanzbranche, Handel, usw.) Dabei werden einzelne Filialen oftmals über ein Weitverkehrsnetz (Standleitung, VPN-Tunnel o.ä) an das Rechenzentrum des jeweiligen Unternehmens angebunden. Das zunehmende Datenvolumen auf diesen Leitungen, unter anderem ausgelöst durch einen Paradigmenwechsel von "IP over everything" hin zu "Everything over IP", macht eine Kapazitätsplanung im Rahmen eines Performance-Managements für diese Weitverkehrsverbindungen erforderlich. Ziel dieser Arbeit war es, IP-Datenströme verschiedener Weitverkehrsverbindungen eines Finanzunternehmens zu messen, statistisch aufzubereiten und auf Basis dieser Daten verkehrstheoretische Performance-Modelle zu entwickeln. Anhand der Performance-Modelle konnten Aussagen über die mittlere Auslastung von Verbindungen getroffen, sowie deren Verhalten bei Laständerung simuliert werden. In einem zweiten Schritt wurden Performance-Modelle mit Prioritäten für verschiedene IP-Datenströme entwickelt, um den Einsatz QoS-Protokolls DiffServ für verschiedene Auslastungen zu simulieren.
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