Die Übertragung von Sprachdaten über IP-basierte Netze (Voice over IP) ist unter vielen Gesichtspunkten eine Technik mit Zukunft. Ein Vorteil ist, dass Endgeräte und Vermittlungssysteme in die bestehende LAN/WAN-Netzstruktur eines Unternehmens integriert werden können, was nicht nur Infrastrukturkosten spart, sondern beispielsweise auch das Einbringen neuer Geräte vereinfacht. Die Teilnehmer erfahren hierdurch eine erhöhte Mobilität und die Wartung des Netzes wird vereinheitlicht. Auch im Bereich der schnurlosen Telefonie ist eine Ablösung der klassischen Technologie denkbar. Drahtlose Netze sind in Unternehmen mittlerweile stark verbreitet, deshalb ist auch die Migration der DECT-Technologie auf WLAN/IP-Telefonie auf längere Sicht wünschenswert. Der aktuelle WLAN-Standard wurde allerdings bei der Entwicklung nicht auf Sprachdienste abgestimmt, somit besteht die Gefahr, dass der WLAN-Datenverkehr die Qualität von Sprachverbindungen erheblich beeinflusst. Die entscheidenden Anforderungen der Nutzer an Sprachdienste betreffen die Zuverlässigkeit (Erreichbarkeit) und die Dienstequalität (z.B. Ende-zuEnde-Verzögerung und Jitter), insbesondere im geschäftlichen Bereich. Die Arbeit wird sich daher mit einer grundlegenden Betrachtung zur Signalisierungs- und Sprachdatenführung in drahtlosen Netzen auf Basis des IEEE 802.11-Standards befassen. Ziel ist es, auf Basis von Verkehrsmessungen Kenngrößen für die Planung von Sprachverkehr in WLAN-Zellen abzuleiten. Dabei sind auch grundlegende Anforderungen an die Netzsicherheit (z.B. Verschlüsselung des Signalisierungs- und Sprachdatenverkehrs) zu berücksichtigen.